Lernwirksamer Unterricht wird ermöglicht durch intelligentes Üben
Übungsprozesse beginnen erst dann, wenn die Aneignungs- und Erarbeitungsphase abgeschlossen oder zumindest weitgehend vollzogen ist. Sie verfolgen drei zentrale Ziele: die Automatisierung des Gelernten, dessen Vertiefung und qualitative Weiterentwicklung sowie die Übertragung von Wissen und Können auf neue Kontexte und Anwendungsfelder (vgl. Hilbert Meyer).
Wann ist intelligentes Üben erfolgreich?
- Es wird oft, aber kurz geübt. Dafür steht ausreichend Zeit zur Verfügung.
- Gemeinsam vereinbarte und eingehaltene Regeln (z. B. zur Lautstärke oder Materialnutzung) fördern ein störungsarmes Üben.
- Es herrscht eine angenehm ruhige und konzentrierte Arbeitsatmosphäre.
- Die Lernenden haben verstanden, was sie üben sollen; und wenn doch etwas unklar ist, wenden sie sich an Mitschülerinnen und Mitschüler oder an die Lehrkraft.
- Es treten wenig Unterrichtsstörungen auf. Wenn, werden sie von Lehrkräften und Lernenden möglichst gemeinsam behoben.
- Personen-, ziel-, themen- und methodendifferenzierte Übungsaufträge ermöglichen eine passgenaue Förderung.
- Ansprechende, selbsterklärende Übungsmaterialien fördern selbstständiges Arbeiten.
- Die Materialien ermöglichen eine selbstständige oder partnergestützte Kontrolle des Lernerfolgs.
- Die Lernenden haben das benötigte Material dabei.
- Die Lehrkraft beobachtet die Übungsversuche und gibt einzelnen Schülerinnen und Schüler, wo dies notwendig ist, fachliche Hilfestellungen.
- Die Übungsleistungen werden anerkannt.
- Die Hausaufgaben werden kontrolliert und gewürdigt.
Für Ideen zur Umsetzung im Unterricht blättern Sie durch die folgenden Slideshows.